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"Zwei klare Strafstöße": Wieder Schiri-Ärger bei MSV-Coach Hirsch

Zum zweiten Mal in Folge reichte es für den MSV Duisburg beim 0:0 in Ingolstadt nur zu einem Remis, wodurch die Zebras im Aufstiegskampf wertvolle Punkte liegen gelassen haben. Aus Sicht von Trainer Dietmar Hirsch auch deshalb, weil seinem Team "zwei klare Strafstöße" verwehrt worden seien.

"Spielentscheidende Szenen"

Dietmar Hirsch hatte es nach Schlusspfiff eilig. Direkt ging er auf Schiedsrichter Felix Weller zu und suchte das Gespräch mit dem 30-Jährigen. Worum es dabei ging? Bei "MagentaSport" sprach Hirsch davon, dass es "zwei klare Strafstöße" für sein Team nicht gegeben habe. Die erste Szene ereignete sich in der 68. Minute, als Bitter gegen Gustav Christensen zu Fall gekommen war. "Für mich ein glasklares Foul", so Duisburgs Coach. Das Foulspiel war in der Tat unstrittig, fraglich war jedoch, ob es tatsächlich im Strafraum stattfand oder knapp davor. "Das ist egal. Wir können darüber streiten, ob vor oder hinter der Linie, aber es ist klares Foulspiel."

Weller pfiff jedoch nicht, genau wie in der 88. Minute, als Florian Krüger nach einem Rempler eines Ingolstädters zu Fall ging. "Er wird gehalten, das muss man sehen", meinte Hirsch und sprach von "spielentscheidenden Szenen". Schon in der Halbzeitpause habe er zum Vierten Offiziellen süffisant gesagt: "'Heute könnt ihr in die Geschichte eingehen, ihr seid die Ersten, die uns einen Strafstoß geben' – aber das haben sie nicht gemacht." Und so wartet der MSV weiter auf den ersten Elfmeter in dieser Saison. Auch abgesehen von den beiden Elfmeterszenen seien "viele Dinge dabei gewesen, die nicht gut entschieden wurden, sage ich mal vorsichtig. Von daher war die Leistung des Schiedsrichters nicht gut", hielt Hirsch fest.

"Haben extrem gut verteidigt"

Den verpassten Sieg aber allein an den nicht gegebenen Elfmetern festzumachen, wäre zu einfach. Schließlich konnten die Zebras offensiv kaum Druck aufbauen. Das gestand auch Hirsch ein und sprach davon, dass "nach vorne nicht viel war". Allerdings hatte das auch einen Grund: "Wir wollten kompakt stehen, weil wir zuletzt auswärts sehr anfällig waren", blickte der 54-Jährige unter anderem auf das 1:6 in Wiesbaden zurück. "Wir haben die Null gehalten, waren defensiv sehr fleißig und eklig und haben nicht viel zugelassen." Entsprechend zeigte sich der MSV-Coach "sehr stolz" auf sein Team, "weil wir extrem gut verteidigt haben. Da ziehe ich den Hut".

Ein Sonderlob sprach er nach der Umstellung auf Dreierkette vor allem Torhüter Maximilian Braune und Ben Schlicke aus, zumal Letzterer lange nicht gespielt habe. "Wir haben auswärts zuletzt so viel auf den Deckel bekommen, da war es auf jeden Fall eine Steigerung." Durch das zweite Remis in Folge liegt der MSV nun allerdings schon vier Punkte hinter dem Spitzenduo aus Osnabrück und Cottbus und auf der andere Seite nur noch zwei Zähler Vorsprung auf Rostock und Essen. Hirsch betonte aber, dass der MSV mit dem Punkt leben könne und dieser Selbstvertrauen gebe. Dennoch sollen im Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken am Sonntag wieder drei Zähler her.

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